Nach der offensichtlichen Kompromittierung des YouTube-Kanals der Input Output Group, auf dem gefälschte Inhalte mit Cardano-Gründer Charles Hoskinson ausgestrahlt wurden, sind Cardano-Nutzer nun einem aktiven Betrug ausgesetzt.
Multi-Vektor-Angriff
Am 18. September warnte Hoskinson direkt auf X und behauptete, dass der "IOG YouTube-Kanal offenbar kompromittiert wurde". "Das Team arbeitet mit YouTube zusammen, um die Inhalte zu entfernen und die Zugangsdaten zurückzusetzen", sagte er und riet Nutzern, keine Videos zu vertrauen oder auf Links zu klicken, die auf dem Kanal erschienen.
IOG gab eine separate Warnung an Nutzer heraus, bis auf Weiteres nicht mit seinem YouTube-Kanal zu interagieren. Ein Livestream, der eine scheinbar KI-manipulierte Version von Hoskinson zeigte, der für eine Krypto-Verlosung warb, wurde Berichten zufolge von dem kompromittierten Kanal ausgestrahlt.
Der Stream behauptete, Zuschauer könnten ihre Krypto-Bestände "verdoppeln", und präsentierte einen QR-Code, während er sich als Project-Catalyst-Townhall ausgab. Dies ist ein traditioneller Krypto-Verlosungsbetrug mit einer riskanten Wendung: Statt ein offensichtliches Imitationskonto zu verwenden, erschien er über einen seriösen offiziellen Kanal.
Gefälschte Hoskinson-Livestreams und Angebote wie "Senden Sie ADA, erhalten Sie mehr ADA zurück" werden von Cardanos eigenen Sicherheitsrichtlinien ausdrücklich als Betrugsformate identifiziert. Das Senden von Kryptowährung ist keine Voraussetzung für legitime Verlosungen.
Keine Ausnahmen
Daher sollten Nutzer alle Videos, QR-Codes und externen Links, die derzeit mit dem betroffenen Kanal verbunden sind, als potenziell gefährlich betrachten. IOG warnte ausdrücklich davor, Geld zu senden, auf Links zu klicken oder persönliche Informationen preiszugeben, bis die Kontrolle über den Kanal wiederhergestellt sei.
Die Reaktionen unter Hoskinsons Warnung zeigen auch eine gewisse Verärgerung in der Community. "Wir wissen bereits, dass wir euch nicht vertrauen sollten, keine Sorge, wir haben eine harte Lektion gelernt", ist eine der am meisten gelikten Antworten.
Derzeit gibt es in den Berichten keine Hinweise darauf, dass das Cardano-Netzwerk kompromittiert wurde. Die YouTube-Präsenz von IOG und die betrügerischen Inhalte, die sie verbreitet, sind Gegenstand des Sicherheitsvorfalls. Das unmittelbare Risiko entsteht durch die Interaktion mit Betrugslinks, QR-Codes, gefälschten Verlosungen oder Aufforderungen zur Geldüberweisung; die ADA der Nutzer werden nicht allein dadurch gefährdet, dass sie sie besitzen.






