Coinbase-CEO Brian Armstrong sagt, dass Quantencomputing keine unmittelbare Bedrohung für Bitcoin darstellt. Er betonte jedoch auch, dass die Kryptowährungsbranche jetzt mit den Vorbereitungen für eine Zukunft beginnen müsse, in der ausreichend leistungsfähige Quantencomputer Realität werden.
In einem Beitrag auf X kündigte Armstrong die Gründung des Bitcoin Security Consortium an, eine neue Initiative, die von Coinbase zusammen mit BlackRock, Fidelity Digital Assets, Block, Blockstream, Strategy und anderen großen Branchenteilnehmern unterstützt wird.
Das Konsortium zielt darauf ab, die langfristige Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks zu unterstützen und die Bemühungen zu koordinieren, die führende Kryptowährung auf das eventuelle Aufkommen von Quantencomputern vorzubereiten.
Die Ankündigung erfolgt, während Coinbase einen detaillierten Fahrplan veröffentlichte, der seine eigene Post-Quanten-Strategie umreißt. Die Börse gab an, dass sie eine quantenresistente Version ihres proprietären Schlüsselverwaltungssystems entwickelt, bekannt als PQ-CoreKMS.
Laut der Börse besteht eine hohe Zuversicht, dass fehlertolerante Quantencomputer irgendwann gebaut werden. Ihr quantenfokussierter Vorstand stellte jedoch auch fest, dass eine solche Bedrohung nicht unmittelbar bevorsteht. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Koordinierung sicherer Migrationen über dezentrale Blockchain-Netzwerke mit Millionen von Nutzern.
Coinbase wird ab August Arbeitssitzungen mit Bitcoin-Core-Entwicklern, Kryptographen und Forschern veranstalten, um Migrationsstrategien zu diskutieren. Das Unternehmen hat auch Ingenieurressourcen und Finanzmittel für diesen Zweck zugesagt.
Aktuelle Fortschritte
In den letzten Jahren hat das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) die Auswahl und Standardisierung der ersten Post-Quanten-Kryptographiealgorithmen abgeschlossen. Regierungen und Technologieunternehmen haben bereits damit begonnen, kritische Infrastrukturen auf diese neuen Standards umzustellen.
Die heutigen Quantencomputer sind noch weit von dem Maßstab entfernt, der erforderlich ist, um die elliptische Kurvenkryptographie von Bitcoin zu kompromittieren. Forscher machen jedoch stetige Fortschritte in der Hardware-Zuverlässigkeit, Fehlerkorrektur und logischen Qubits. Experten sind sich allgemein einig, dass ein kryptographisch relevanter Quantencomputer, der Bitcoin angreifen könnte, Millionen von hochwertigen physischen Qubits erfordern würde, die mit robuster Fehlerkorrektur arbeiten – weit über die derzeitigen Fähigkeiten hinaus. Sie warnen jedoch auch, dass es schwierig ist, vorherzusagen, wann solche Systeme entstehen werden.
Speziell für Bitcoin haben Entwickler mehrere Ansätze für eine zukünftige Migration vorgeschlagen, darunter die Einführung quantenresistenter Signaturschemata, die Ermutigung von Nutzern, Gelder auf aktualisierte Adressen zu verschieben, und die Implementierung von Protokolländerungen durch zukünftige Bitcoin Improvement Proposals. Jeder Übergang würde einen breiten Konsens erfordern.
Coinbase sagte, genau deshalb glaube es, dass der Fokus der Branche auf Vorbereitung liegen sollte.







